Stockerbach

Der Stockerbach

und seine Namensgebung

Der Stockerbach fließt durch Obermusbach, Untermusbach, Frutenhof, Grüntal und in Aach in den Glattbach. Hier entsteht dann aus dem Glattbach, auch Kübelbach genannt, den Ettenbach und dem Stockerbach der Glatt-Fluss.

Zuflüsse von der Quelle ausgesehen links sind es der Osterbach in Obermusbach und der Dürrbach von Musbach. Von rechts ein Kleiner Dürrbach an der Grenze Obermusbach/Untermusbach, ein ehemalieger Dürrbach im Bereich Merzenbergstrasse Untermusbach (heute vermutlich verdohlt), der Auenbach von Frutenhof unf der Gammertbach von Wittlensweiler.

Da der Stockerbach seinen Ursprung in Musbach hat, sollte man annehmen, dass er Musbach und nicht Stockerbach heißt. Woher kommt der Name.

Seinen Ursprung hat er in Obermusbach in der Behwiese (auch Beehwiese oder Bähwiese).

Zusammenfluss Brandbächle, Behwiesenbächle und Krähenhardtbach zum Stockerbach
Zusammenfluss Brandbächle, Behwiesenbächle und Krähenhardtbach zum Stockerbach

In der Behwiese fließen das Brandbächle und der Krähenhardtbach (auch Krähenhardtbrunnen) zusammen. Direkt bei diesem Zusammenfluss gibt es noch einige kleine Quellen, der Behwiesenbrunnen, deren Wasser als Behwiesenbächle ebenfalls in den Stockerbach fließt.
Im Foto rechts unten der Zufluss vom Krähenhardtbach, nach links unten fließt der Stockerbach ab, in der Mitte oben ist der Zusammenfluss von Brandbächle links und Behweisenbächle von rechts, die gemeinschaftlich in den Stockerbach fließen.

Im ältesten Kartenwerk, der Nagolder Forstkarte von Gadner aus dem Jahr 1593 ist der Bach als Aachbach bezeichnet.

In dem Bericht zur Flößerei Untersuchung hat Schickhardt im Jahr 1607 den Bach mit Moßbach bezeichnet. Heinrich Schickhardt hat wahrscheinlich angenommen, dass ein Bach der aus Mosbach kommt, auch Moßbach heißt.

In den Karten der ersten Württembergischen Landvermessung aus dem Jahr 1837 und der Topografischen Karte von 1849 heißt der Bach dann Beehwiesenbach bis zu seinem Zusammenfluss mit den Auenbach in Untermusbach. Der Auenbach entspringt in Frutenhof und fliesst an der Grenze zu Untermusbach dann auf Untermusbacher Markung in den Stockerbach. Im Kartenwerk von 1837 und 1849 heißt der Bach ab diesen Zusammenfluss dann Auenbach. Diese Benennung wurde jodoch geändert.

In den Topografischen Karten von 1884 und 1899 heißt der Bach von der Quelle, den Krähenhardtbrunnen bis Aach der Stockerbach.

Er wurde nicht mehr nach den kleinen Zufluss Auenbach benannt, sondern nach dem Ort auf dessen Markung der Auenbach entspringt. Hierbei wurde dann ein Altname von Frutenhof, ehemals Stockhof, verwendet. Der Grund weshalb er nicht Musbach genannt wurde ist nicht bekannt. 

 Ein Bericht von Hans Rehberg

Letzte Änderung am 09.03.21