Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 42

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Martin Müller, Küfer der Besitzer des Hauses Nr. 42.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird die Hälfte des Hauses beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer-Antheil, Stallung und Keller unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 500 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 2150 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 war Michael Winter. 1832 verkauft Winter sein halbes Haus an den Waldhauer Mathäus Schaible und seine Töchter Anna Maria und Christine Schaible.UMKB1831S4b)  
Am 13.9.1838 verkauft Matheis Schäuble (Schaible) an die Tochter Christina und den Verlobten Marten Müller von Hallwangen um 1500 Gulden. UMKB1831S55b)
Als nachfolgende Besitzer sind 1839 der Küfer Martin Müller und 1853 1/2 die Oberamts Sparkasse Freudenstadt und 1/2 die Oberamts Leihkasse Freudenstadt. Im Jahr 1856 ist Georg Beilharz, 1875 der Taglöhner Johannes Fetscher (PRÜFEN Schreibfehler vermutlich Fischer) und 1885 Joh. Georg Bohnet, Leibgedinger in Obermusbach eingetragen.
 
Laut Kaufvertrag vom 21. Juni 1879 hat Johannes Fischer, Taglöhner in Hallwangen, wohnhaft in Untermusbach seine sämtliche Liegenschaften wie im Güterbuch III. Band Blatt 263-264 beschrieben mit dem Wohnhaus, Gebäudekataster VII, 42, ein zweistockiges Wohnhaus mit Scheueranteil, Stall, Schopf und gewölbten Keller mitten im Dorf, neben Anna Maria Schöttle und Johann Blöchle, Maurer an sämtliche Kinder, die wirklichen wie die noch nachkommenden, des Mathäus Mast von Obermusbach um 2700 Mark verkauft. UMKB1844)

Laut Kaufvertrag vom 8. Dezember 1898 haben Mathäus Mast Kinder das vom Großvater Georg Bohnet, WW129ac?, gekaufte Haus an Johann Georg Mast und seine Verlobte Maria um 4000 Mark verkauft. UMKB1844)
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Georg Beilharz als Besitzer eingetragen.
Laut Gant-Urkunde vom 7. August 1856 wird die Liegenschaft von Martin Müller, Küfer versteigert.Anna Maria Beilharz geb. Frey ersteigert das halbe Haus um 215 Gulden. Am 13. August 1856 reicht Martin Müller mit Bürgschaft des Schultheiß Friedrich Braun aus Obermusbach ein Nachgebot von 250 Gulden ein. In einem weiteren Nachgebot erhält endgültig Anna Maria Beilharz die Haushälfte um 325 Gulden.UMKB1844)
 
Laut Kaufvertrag vom 27. Mai 1854 verkauft Johann Georg Frey, Bäcker an Jacob Friedrich Frey, ledig seine sämtliche aus der Gantmasse von Johann Georg Beilherz erkauften Güterstücke um 275 Gulden.UMKB1844)

Laut Versteigerungsprotokoll vom 7. April 1875 versteigert der Soldat David Beilharz sein halbes Haus und Felder im öffentlichen Aufstreich. Das halbe Haus, Gebäude-Kataster Blatt 46, und die Felder ersteigert Johannes Fischer von Hallwangen um 1600 Gulden.UMKB1844)



Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -an dem Merzenberg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 1 1/2 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
 
 
 
 
 
UMKB1831S4b) UMKB1831S55b) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831, UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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