Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 41

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Johann Adam Finkbeiner, Weber der Besitzer des Hauses Nr. 41.
 
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird die Hälfte des Hauses beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Stallung unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 300 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 825 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist keine Holzgerechtigkeit eingetragen.
Der Besitzer im Jahr 1824 war der Waldhauer Adam Friz, UM7a und 1831 dann der Taglöhner Georg Wurster und 1832 Eva Catharina Rauser von Hallwangen und 1837 der Taglöhner Adam Finkbeiner. Als nachfolgende Besitzer sind 1862 der Taglöhner Gottlieb Schöttle, UM69a, und dann 1866 Anna Maria Schöttle, UM69a.  

Laut Tauschvertrag vom 28. November 1862 tauscht Johann Adam Finkbeiner, Weber sein Haus mit Gottlieb Schöttle. Finkbeiner zahlt dem Schöttle zusätzlich 415 Gulden.UMKB1844)
 
Die obigen Daten sind zu überprüfen, da:
 
Laut Kaufvertrag vom 26.10.1843 verkaufen Adam Friz und seine Ehefrau Catharina geb. Wurster ihr Gütle an ihre Tochter Rosina und den Verlobten Friedrich Blöchle, UM72c -hier irrt das Sippenbuch mit Plöchle - um 1600 Gulden verkauft.  UMKB1831S131)
 
Laut Kaufvertrag von 1865 verkauft Johannes Schöttle, Metzger an Gottlieb Schöttle sein halbes Haus und Küchengarten um 130 Gulden.UMKB1844)
Laut Ehevertrag vom 1. September 1865 verkauft Gottlieb Schöttle an seinen Sohn Johannes Schöttle seine sämtliche Liegenschaften, bestehend aus einem halben Haus und Güter wie es im Steuer- und Lagerbuch beschrieben steht um 950 Gulden. Mitkäuferin ist Agatha Rothfuss von Baiersbronn. UMKB1844)

Im den Gebäude-Katastern von 1873 ist Anna Maria Schöttle, ledig und 1902 Johann? Kilgus, Taglöhner als Besitzer eingetragen. Bis 1836 wurde das Haus als Doppelhaus mit der Nr. 40/41 geführt.

Laut Kaufvertrag vom 18. Juni 1887 verkauft Anna Maria Schöttle, ledig, UM69a, die Hälfte am Wohnhaus Nr. 40/41 an die Kinder von Mathäus Mast.  UMKB1844)
 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -auf dem Merzenberg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich Hellerzins 1 Kreuzer 5 1/2 Heller-.
 
 
 
 
 
 
 
 UMKB1831S131) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831, UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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