Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 39

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Jacob Schneider, Beruf Schneider der Besitzer des Hauses Nr. 39.
 
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Keller unter einem Ziegeldach (1/2 des Daches ist noch mit Schindeln bedeckt). Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 500 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1500 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist keine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 war der Taglöhner Martin Knäusler. Das Ehepaar Knäusler verkauft das Haus, wie es bereits der Vater besessen hat, am 6.2.1834 an ihre Tochter Anna Maria und ihrem Verlobten den Schneider Jacob Schneider von Wittendorf um 850 Gulden. UMKB1831S17)  Als nachfolgende Besitzer sind 1847 der Schneider Michael Wurster und seine Ehefrau Margarethe geb. Hirnlacher?, ab 1854 der Schneider Friedrich Wurster, ab 1857 der Taglöhner Gottlieb Schöttle, 1862 der Weber Adam Finkbeiner, 1864 der Küfer Johannes Kübler und ab 1867 der Weber Andreas Finkbeiner.
 
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Andreas Finkbeiner als Besitzer eingetragen.

Laut Verkaufsprotokoll vom 24. September 1857 wird die Verlassenschaft des Friedrich Wurster, Schneider bestehend aus Güter und Haus versteigert. Das Haus mit Garten übernimmt für 465 Gulden Gottlieb Schöttle, ledig. Das Wohnrecht des Michael Wurster bleibt bestehen.UMKB1844) 

Laut Tauschvertrag vom 28. November 1862 tauscht Johann Adam Finkbeiner, Weber sein Haus mit Gottlieb Schöttle. Finkbeiner zahlt dem Schöttle zusätzlich 415 Gulden.UMKB1844)
  
Laut Kaufvertrag vom 27. Februar 1864 verkaufen Adam Finkbeiner und seine Ehefrau  ihr Haus undLiegenschaft an ihre Tochter Barbara znd als Mitkäufer an Johannes Kübler um 1200 Gulden. Der Bräutigam bringt als Heiratsgut 400 Gulden ein.UMKB1844)
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -am Merzenberg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurde ohne Holzgerechtigkeit eingetragen.
 
 
 
 
 
 
 
UMKB1831S17) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831, UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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