Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 30

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Georg Winter, Weber der Besitzer des Hauses Nr. 30.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Schopf unter einem Bretterdach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 500 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1825 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 war der Weber Georg Winter. Als nachfolgende Besitzer sind 1864 Johannes Winter. Zugehörig ist noch die Nr. 30A, ein Kellerhaus mit Schopf unter einem Bretterdach.
 
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Johannes Winter als Besitzer eingetragen.

Laut Kaufvertrag vom 16. März 1899 verkauft Agatha Winter geb. Lutz, Witwe des Johannes Winter an Johannes Winter, ledig die gesamte Liegenschaft mit Wohnhaus No. VII 30, ein 1 stockiges Wohnhaus mit Scheuer, Srall und Schopfunter einen Dach, Backofen zu ebener Erde. Ein Kellerhaus mit gewölbten Keller und Schopf, auf dem Merzenberg neben dem Weg und sich selbst. Alles um 3700 Mark und Leibgeding für sich und die ledigen Kinder.
In einem Zusatzvertrag wird die Fahrnis und das Vieh: 2 Kühe 500 M, 4 Gänse 8 M, 2 Hühner in Summe 510 Mark verkauft. Zusätzlich das forst- und landwirtschaftliche Fahrnis um 800 Mark. UMKB1844)
 
Vollmacht des Christian Kilgus vom 25. Augaust1899. Er beauftragt Friedrich Müller, Holzhauer das ganze Grundstig von Witwe Winter Erben zu kaufen und nachher gemeinschaftlich auf die Hälfte zu verteilen. UMKB1844)
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Auf dem Merzenberg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 1 1/2 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
 
 
 
 
 
 
 UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900. Erstellt von Hans Rehberg
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