Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 28

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Johannes Schillinger, Holzhauer der Besitzer des Hauses Nr. 28.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer, Stallung, Schopf und Keller unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist 525 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1500 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist ohne Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 der Taglöhner Johann Georg Kübler, 1831 der Waldhauer Johann Georg Heinzelmann. Heinzelmann verkauft laut Kaufbuch das Haus 1833 für 950 Gulden an den Taglöhner Johannis Schillinger von Reinerzau. Im Kaufvertrag ist festgeschrieben, dass Schillinger dem Georg Kohn das Leibgeding zu reichen hat, wie es in dem Kohnschen Vertrag geregelt ist. UMKB1831S8)  Als nachfolgende Besitzer sind 1848 Johannes Blöchle und seine Ehefrau und 1883 Johannes Oesterle.
 
Laut Kaufvertrag vom 27. Januar 1872 verkaufen die Witwe Schillinger und ihre Tochter Barbara ihr 1/4 tel an einem zweistöckigen Haus mit kürzlich auf dem Gras- und Baumgarten erbauten Keller und einige Felder im öffentlichen Aufstreich. Hausanteil und Grundstücke erhält Friedrich Weisser um 700 Gulden. Die gesamte Fahrnis die Schillinger nicht mit nach Amerika nehmen kann, erhält Weisser um 258 Gulden 6 Kreuzer. In einem weiter Vertrag mit gleichen Datum verkauft Weisser aus dem vorstehenden Kauf das Grundstück auf Hallwanger Markung um 325 Gulden an Friedrich Löcher.UMKB1844)
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Johannes Blöchle als Besitzer eingetragen.

Am 14. September 1882 verkaufen Johannes Blöchle, Waldhauer und seine Ehefrau Anna Maria geb. Frey an ihre Tochter Katharina und als Mitkäufer Johannes Oesterle von Wittlensweiler, Sohn des verstorb. Martin Oesterle, Waldhauer in Wittlensweiler ihre sämtliche Liegenschaft um 3300 Mark und das Leibgeding. Der Bräutigam bringt baar Heirathgut 1300 Mark. UMKB1844)


 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -auf dem Merzenberg- genannt.
 
 
 
 
 
 
 
UMKB1831S8) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831, UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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