Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 26

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Friedrich Müller, Holzhauer der Besitzer des Hauses Nr. 26.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird die Hälfte eines Hauses beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Stallung, Schopf und Antheil am Backofen im 2. Stock und den Keller der Scheuer unter einem Bretterdach. Das Haus wird 1850 erneuert und als ein ganzes Haus geführt. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 650 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 4725 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 war der Taglöhner Friedrich Kübler. Als nachfolgende Besitzer ist 1878 der Johann Martin Seeger eingetragen. Zugehörig ist noch die Nr. 26A, die Hälfte an einer Kellerhütte nebst Holzschopf unter einem Bretterdach.
 
Laut Kaufvertrag vom 1. August 1878 verkauft Katharina Kübler, die Witwe von Friedrich Kübler, Waldhauer an ihre Tochter Christina und als Mitkäufer Martin Seeger, Sohn des verstorbenen Adam seeger, Bauer in Aach ihre sämtliche Liegenschaft um 3600 Gulden und das Leibgeding. Der Bräutigam hat an Heiratsgut 1300 Gulden. UMKB1844)
Im den Gebäude-Katastern von 1873  ist Friedrich Kübler und ab 1879 Martin Seeger und 1902 wieder Friedrich Kübler als Besitzer eingetragen.
 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Auf dem Merzenberg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 3 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
 
 
 
 
 
 
 UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900. Erstellt von Hans Rehberg
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