Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 24 (alt 35 1/2) 

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1839 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 1849 erbautes 2-stöckiges Wohnhaus ohne Backofen, mit Scheuer, Stallung und Keller unter einem Ziegeldach. Als vorläufige Nummer wird 35 1/2 angegeben da es dem Haus Nr. 35 vorgelagert ist.
Ab etwa 1870 erhält es die Nr. 24, die beim Doppelhaus 23/24 frei wird.
Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 400 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1900 Gulden steigert.. Unter den Real-Lasten ist keine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1842 war der Schneider Jacob Schneider.
Als nachfolgender Besitzer ist im Feuerversicherungsbuch 1867 der Zimmermann Johannes Nußkern eingetragen, wobei sein korrekter Vorname Johann Friedrich ist. 
 
 
 
 
 
 
 
1958 aufgenommen, Nr. 24 vorne links
 
Johannes (Johann Friedrich)Nußkern, WW97ad, stammt aus Wittlensweiler und hat eine Schneider-Tochter geheiratet.  
Von ihm gibt es einen schönen Bericht im Kirchlichen Mitteilungsblatt von 1933 .
Johann Friedrich Nußkern, *25.7.1841, heiratet 1867 Schneider.
 
 









Laut Ehevertrag vom -ohne Datum, vermutlich 1865- verkauft Jakob Schneider, Beruf Schneider, sein Haus an seine Tochter Anna Maria Schneider und als Mitkäufer Johannes Nußkern, Sohn der Anna Maria Nußkern, Witwe von Wittlensweiler um 850 Gulden. Der Bräutigam bringt 150 Gulden mit. UMKB1844) 

PRÜFEN
Laut Versteigerungsprtokoll vom 11. Mai 1858 wird die Liegenschaft des verstorbenen Martin Bäuerle, UM6b, versteigert. Die Witwe Rosina Bäuerle kauft das Haus zurück um 180 Gulden. Außerdem kauft sie Grundstücke im Wert von 194 Gulden aus der Versteigerungsmasse.UMKB1844)

Laut Verkaufsprotokoll vom 14. August 1858 verkauft die Witwe Rosina Bäuerle ihren Hausanteil und den dabei befindlichenGarten auf der Seggasse neben Martin Müller, Bek u. dem Schulhaus gegenüber um die Summe von 260 Gulden an Jacob Doster, Zimmermann.UMKB1844)
Nach diesem Protokoll ist es nicht das Haus Nr. 6 sondern die Nr. 24.


Nach dem Ortssippenbuch verheiratet sich die Witwe Rosina Bäuerle noch in selben Jahr in Glatten und zog mit ihren Sohn Johannes dorthin.

PRÜFEN, Hauszuordnung
Laut Kauf- und Ehevertrag vom 6. Juni 1874 verkauft alt Johannes Bäuerle, Weber an seinen Sohn Johannes Bäuerle und die Verlobte Barbara Mast, Tochter des Waldhauers Martin Mast seine gesamte Liegenschaft um 1200 Gulden. Die Braut bringt 500 Gulden in die Ehe mit. UMKB1844)





UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.  Erstellt von Hans Rehberg

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