Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 13

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Johann Georg Mästling, Bäcker der Besitzer ders Hauses Nr. 13.
 
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Bäckerei, Scheuer, Stallung, Schopf und Keller unter einem 1/4 Ziegel- und 3/4 Bretterdach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 800 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 4300 Gulden steigert.. Unter den Real-Lasten ist keine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 der Bäcker Johannes Kalmbach und 1825 der Bäcker Johann Georg Mästling, UM80d. Das Haus von Georg Mästling wird am 1.5.1844 versteigert. Ersteigert hat es Johann Georg Bauer, Bäcker, UM101b von Spielberg um 1660 Gulden. UMKB1831S138b) UMKB1844)Als nachfolgende Besitzer ist deshalb 1845 der Bäcker Johann Georg Bauer eingetragen, der jedoch 1851 wieder fortzieht. Es folgt dann 1851 der Schuster Johann Georg Hayer mit Ehefrau Anna geb. Mästling und 1887  der Weber Friedrich Hayer eingetragen.
Laut Versteigerungsprotokoll und Kaufvertrag vom 15. November 1850 kaufen die zukünftigen Eheleute Johann Mast und Anna Mästling, UM80d, das halbe Haus um 1160 Gulden, die Schwester Eva Mästling, UM80d, wohnt ebenfalls im Haus und hat jährlich 26 Gulden Miete zu zahlen. Der Name des Ehemanns scheint falsch zu sein da der wirkliche Ehemann Johann Martin Hayer,UM14ab, den Kaufvertrag mit unterzeichnet hat. Ein Johann Mast hat den Vertrag nicht mit unterschrieben.UMKB1844)
 
Laut Kauf- und Ehevertrag vom 25. September 1886 verkauft Anna Maria Haier geb. Mästling, Witwe des J. Martin Haier gew. Schuster an ihrem Sohn Friedrich Haier und dessen Braut Maria Bauer, Tochter des Georg Bauer und der verst. Ehefrau Dorothea geb. Klausner ihre gesamt Liegenschaft um 4500 Mark und das Leibgeding. Zusätzlich werden verkauft 3 Kühe, 3 Stierkälber, 1 fettes Schwein und 8 Stück Hühner um 1200 Mark. Der Vater der Braut verspricht an Heiratsgut 1600 Mark.UMKB1844)
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Martin Haier als Besitzer eingetragen. Als Standort wird die Obermusbacherstraße angegeben.
 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Oben im Dorf an der Musbacher Weg- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
 
 
 
 
 
 UMKB1831S138b) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831,UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
© HRehberg 2011 |Impressum|