Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 12

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1839 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das 1/2 Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer, Stallung, Schopf und Keller unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 500 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 2150 Gulden steigert.. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 der Wagner Christian Weißer, 1825 der Wagner Jung Christian Weißer und 1840 der Waldhauer Adam Frey. Als nachfolgende Besitzer sind 1843 der Tochtermann Fiedrich Blöchle und 1860 der Wagner Friedrich Weißer eingetragen. Die restlichen Hausteile sind zu klären. 

Laut Kauf- und Ehevertrag vom 1. November 1892 verkauft Jakob Fr. Weisser, Wagner seine Witwe Anna Maria Weisser geb. Schmid ihre sämtliche Liegenschaft an ihren Sohn Jakob Fr. Weisser, Wagner und dessen Verlobte Christina geb. Schmid um 5000 Mark und ihr Leibgeding. Die 2 ledigen Geschwister des Vaters Christian Weisser, Wagner 59 Jahre und Ehster Weisser, 67 Jahre erhalten Wohnrecht. Außerdem dürfen die 2 noch ledigen Söhne der Verkäuferin, so lange sie ledig sind, in der Stuber der Mutter wohnen. In einem Zusatzvertrag werden noch 3 Kühe und 2 Rindle um 1050 Mark und die Fahrnis um 950 Mark verkauft.UMKB1844)
In einem fast gleichlautenden zweiten Vertrag vom 1. November 1892 ist der Kaufpreis erhöht auf 7000 Mark, der Preis für die Tiere 1100 Mark bei zusätzlich 1 Schwein und 4 Hühner und die Fahtnis aufgelistet zu einem Preis von 540 Mark.UMKB1844)



Im vorher erstellten Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Oben im Dorf an der Saugaß- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 1 1/2 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
Dieses Haus muß in die Nr. 10 integriert werden.
 
 
 
 
 
UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900. Erstellt von Hans Rehberg
 
 
 
 
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