Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 11

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1839 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das 1/4 Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung, Schopf und Keller unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament und Keller 300 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1025 Gulden steigert.. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 war der Schneider Michael Wurster. Als nachfolgende Besitzer sind 1847 die Witwe von Johannes Schillinger, die das Haus von Wurster um300 Gulden gekauft hat. UMKB1831S198)  Dann folgt 1872 der Wagner Friedrich Weißer. Wem gehört der Rest?

Laut Kaufvertrag vom 27. Juli 1854 verkauft Michael Wurster, Schneider seine Liegenschaft an seinen Sohn Friedrich Wurster und als Mitkäuferin Barbara Winter, die Tochter vom verstorbenen Georg Winter, um 800 Gulden.UMKB1844)

Laut Kauf- und Ehevertrag vom 29. Dezember 1887 verkaufen Friedrich Wurster und seine Ehefrau Barbara Wurster geb. Winter an ihren Sohn Johann Adam Wurster, Schuster und seine Verlobte Christina Franz, Tochter des Georg Franz und seiner Ehefrau Christina Franz geb. Weidelich von Hallwangen ihre gesamte Liegenschaft um 4500 Mark und das Leibgeding. Zusätzlich für 2 Zugstiere, 2 Kühe, 1 Kalb und 2 Schweine um 1000 Mark. Der Vater der Braut verspricht seiner Tochter als Heiratsgut 1500 Mark.UMKB1844)

PRÜFEN
Laut Vertrag vom 5. November 1864 übernimmt Friedrich Weisser, Wagner und seine ehelich verbundene Braut Anna Maria Schmid, Tochter des Johannes Schmid von Grüntal den gemeinsamen geschwisterlichen Besitz um 800 Gulden. Es eerhalten hiervon die Schwester Ester Weisser 300 f, der bruder Christian Weisser 400 f und die Schwester Anna Maria Weisser 100 f. Die Geschwister erhalten außerdem Wohnrecht und ein leibgeding solange sie ledig sind. Die Braut bringt 1400 Gulden und ein uneheliches Kind in die Ehe ein. Der Bräutigam hat das Kind als Eigen anzunehmen.UMKB1844)

Im vorher erstellten Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Oben im Dorf an der Saugaß- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich die Hälfte von 1 1/2 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
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 UMKB1831S198) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831,UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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