Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 9

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist Michael Schittenhelm, Schultheiß der Besitzer ders Hauses Nr. 9.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer, Stallung, Schopf und Keller mit 3/4 Ziegeldach und 1/4 Schindeldach. Als Brandversicherungswert ist 800 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 3225 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen. Der Besitzer im Jahr 1824 der Taglöhner Friedrich Hartmann und 1828 der Schultheiß Michael Schittenhelm. Als nachfolgende Besitzer sind 1845 der Weber Martin Kilgus eingetragen. Martin Kilgus tauscht am 13.8.1844 sein Haus mit dem Haus vom Schultheiß Michael Schittenhelm. Kilgus erhält als Ausgleich 600 Gulden. UMKB1831S159b) UMKB1844) 

PRÜFEN ob richtig zugeordnet
Laut Kaufvertrag vom 17. Oktober 1852 verkaufen der Schuster Adam Wurster und seine Ehefrau Eva geb. Hornberger ihr ganzes Besitztum an ihren Sohn Friedrich Wurster um 1825 Gulden, später geändert in 1600 Gulden.UMKB1844)

Laut Kaufvertrag vom 22. Oktober 1859 verkauft Johannes Wurster, UM39c, seine Liegenschaft wie im Güterbuch III Blatt 1-12 beschrieben an seinen Sohn Johann AdambWurster, UM96c, und als Mitkäuferin Barbara Ott von Wittlensweiler um 1650 Gulden.UMKB1844)

Laut Kaufvertrag vom 10. März 1888 verkauft Barbara Wurster, Ehefrau des verstorb. Joh. Adam Wurster, Schultheiß ihre gesamte Liegenschaft an ihren Sohn Johannes Wurster, Weber um 4500 Mark und das Leingeding. Bedingungen:
2. Die Schwester Maria, die blödsinnig ist, hat der Käufer so lange sie lebt in gesunden und kranken Tagen zu Verpflegen und nebst Wohnrecht sämtliche Kosten die entstehen zu tragen.
3. Die Schwester Barbara welche 13 Jahre alt ist hat der Käufer zu versorgen und Kleiden zu lassen und zwar unentgeltlich bis dieselbe der Schule entlassen ist, sollte dieselbe sich nach der Schule im Dienst aufhalten, dann ist sie berechtigt Lohn anzusprechen.
4. Dem Bruder Jakob ist von dem Kauf der Fahrnis als Eigentum der Wenstuhl wo er bisher benützt hat, die sämtliche Webergeschirre welche sie wirklich besitzen sind gemeinschaftlich und deshalb später zu verteilen, und steht er im Recht so lange er ledig ist auf seinem Webstuhl zu arbeiten hat sich aber selbst zu verkösten wenn er für sich arbeitet, der Sohn Johannes steht aber auch ein Recht seinen Webstuhl in der Stubenkammer stehen zu lassen und zu arbeiten, bis der Webstuhl des Bruders Jakob entfernt ist, oder er sich verheiratet hat.
5. Der Schwester Rosina ist als Eigentum der Mutter der Kommod welcher noch neu ist ohne Aufsatz und muß der Käufer ihr als einen neuen Kleiderkasten machen lassen, wenn dieselbe einen verlangt, unentgeltlich.
6. Die zweite Kommod mit Aufsatz gehört als Eigentum dem Sohn Jakob von der Mutter erhalten.UMKB1844)

Johann Adam Wurster, Weber und Schultheiß, UM96c, *21.8.1833 +10.9.1884 heiratet am 15.11.1859 Barbara Ott aus Wittlensweiler, WW105c, *24.7.1836 +23.5.1894. Sie haben 12 Kinder von denen 8 früh sterben. Die weiteren sind: Jakob Friedrich Wurster, *4.1.1863 heiratet 1889 Karoline Schöttle, Rosina Wurster, *15.9.1864 +17.10.1925 heiratet 1924 Friedrich Frey Wittlensweiler, Anna Maria Wurster, *12.8.1866 +Okt. 1937, Barbara Wurster, *29.7.1975 heiratet am 3.4.1906 Gottlieb Schmid.

Ab 1859 ist Joh. Adam Wurster als Eigemtümer eingetragen.
 
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Adam Wurster als Besitzer eingetragen.
 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -Oben im Dorf an der Musbacher Straße- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 3 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 Laut Kaufvertrag vom 14. Mai 1789 verkauft Martin Hartmann, UM15a, sein Bauernguth mit allen Rechten, wie im Lagerbuch beschrieben, samt dem Sägetag an seine Tochter, den Bräutigam Michael Schittenhelm und den Vater des Bräutigams Jerg Schittenhelm von Wittlensweiler um einen Preis von 2100 Gulden. Martin Hartmann behält ein Leibgeding. Der Kaufpreis wird zwischen den Vater und den Geschwistern verteilt.UMKB1729)
 
In der Lebensgeschichte des 1787 bei Sulz hingerichteten Räuber Hannikel steht geschrieben,dass er der Witwe Magdalena Hartmann 28 Gulden 36 Kreuzer gestohlen hat. Ha62)

Laut Kaufvertrag vom 15. Febr. 1759 verkauft der Bauer Hans Michel Finkbeiner, UM89a, und seine Hausfrau Susanna ihr Haus mit Güter an den Sohn erster Ehe von Susanna, an Hans Martin Hartmann, UM15a, und seine zukünftige Hausfrau Christina Bohnet, Tochter von Martin Bohnet von Obermusbach um 900 Gulden.UMKB1729)
 
 
 
 UMKB1831S159b) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831, UMKB1729) Archiv Musbach, Kaufbriefe 1729-1790,UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900,  Ha62)Google-Books: Hannikel, Tübingen Jakob Friedrich Heerbrandt, UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900 .
Erstellt von Hans Rehberg
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