Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 6

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist der Weber Johann Martin Bäuerle der Besitzer ders Hauses Nr. 6.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer, Stallung und Keller je zur Hälfte unter einem Ziegel- und Schindeldach. Als Brandversicherungswert ist 400 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 1500 Gulden steigert. Unter den Real-Lasten ist eine Holzgerechtigkeit eingetragen.
Der Besitzer im Jahr 1824 der Schuhmacher Johannes Zahn und 1825 der Schuhmacher Jacob Friedrich Trück. Trück verkauft laut Kaufbuch das Haus für 650 Gulden 1833 an den Schultheiß Jacob Friedrich Seeger, UM43b. UMKB1831S11)  Am 8.9.1838 verkauft die Witwe Eva Seeger den Hof, wie  von Jacob Trik gekauft, an ihren Sohn Johann Adam Seeger, UM43c und seine Verlobte Christina Müller von Grüntal um 9300 Gulden. Die Verlobte bringt 2500 Gulden mit in die Ehe. UMKB1831S61)
 
Laut Versteigerungsprtokoll vom 11. Mai 1858 wird die Liegenschaft des verstorbenen Martin Bäuerle, UM6b, versteigert. Die Witwe Rosina Bäuerle kauft das Haus zurück um 180 Gulden. Außerdem kauft sie Grundstücke im Wert von 194 Gulden aus der Versteigerungsmasse.UMKB1844)

Laut Verkaufsprotokoll vom 14. August 1858 verkauft die Witwe Rosina Bäuerle ihren Hausanteil und den dabei befindlichenGarten auf der Seggasse neben Martin Müller, Bek u. dem Schulhaus gegenüber um die Summe von 260 Gulden an Jacob Doster, Zimmermann.UMKB1844)
Nach diesem Protokoll ist es nicht das Haus Nr. 6 sondern die Nr. 24.


Nach dem Ortssippenbuch verheiratet sich die Witwe Rosina Bäuerle noch in selben Jahr in Glatten und zog mit ihren Sohn Johannes dorthin.
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Der nachfolgende Besitzer ist 1840 der Weber Johann Martin Bäuerle und seine Ehefrau Christina geb. Frey, 1857 zur Hälfte der Schreiner Gottlieb Schöttle, 1860 zur Hälfte der Taglöhner Gottlieb Schöttle, 1865 der Metzger Johannes Schöttle, 1866 zur Hälfte der Taglöhner Gottlieb Schöttle und 1885 zur Hälfte der Zimmermann Friedrich Schöttle.
 
Laut Kaufvertrag vom 2. August 1863 verkauft Gottlieb Schöttle, Schreiner sein halbes Haus an seinen Sohn Gottfried Schöttle und Anna Maria Haug von Frutenhof? um 450 Gulden.UMKB1844)

Laut Kaufvertrag vom 9. November 1889 verkauft die Witwe von Gottlieb Schöttle, UM58b, geb. Schuhmacher ihre sämtliche Liegenschaften mit der Hälfte an einem Wohnhaus Güterbuch III. Band Blatt 135 an Jakob Friedrich Wurster ledig und seine Braut Karoline Schöttle, ledig um 1600 Mark und das Leibgeding.UMKB1844) 

Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 sind je zur Hälfte Gottfried und Gottlieb Schöttle eingetragen.
 
Im vorher erstellten Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -mitten im Dorf an der Musbacher Straße- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich die Hälfte an 3 Simri Rauch- und Waldhaber, 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 
 
 
 
 
 
UMKB1831S11) UMKB1831S61) Archiv Musbach, Kaufbuch 1831,UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900.
Erstellt von Hans Rehberg
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