Wappen von MusbachUntermusbach

Haus-Nr. 3

Bei der Erforschung der Hausgeschichten wird das Primärkataster und die erste Ortskarte von 1836 zu Grunde gelegt. Von dieser Basis aus wird die Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner weiter verfolgt.
Nach dem Primärkataster von 1836 ist der Weber Johannes Nußkern der Besitzer des Hauses Nr. 3.
Im Gebäude-Kataster von 1836 wird das Haus beschrieben als 2-stöckiges Wohnhaus mit Backofen im 2. Stock, Scheuer und Stallung unter einem Ziegeldach. Als Brandversicherungswert ist ohne Fundament 750 Gulden angegeben, wobei sich der Wert in den folgenden Jahren unter den nachfolgenden Besitzern bis auf 6250 Gulden steigert. Der Besitzer im Jahr 1824 der Weber Johann Brönnlen und 1831 der Weber Johannes Nußkern. Als nachfolgender Besitzer ist der Bauer Jakob Kalmbach eingetragen. Zugehörig ist noch die Nr. 3A, eine Kellerhütte mit Bretterdach und unter Nr.3B ein 1842 ans Haus gebauter Schopf unter einem Ziegeldach.
 
Im den Gebäude-Katastern von 1873 und 1902 ist Jakob Kalmbach als Besitzer eingetragen.
 
Im Gebäude-Kataster von 1824 finden sich einige Eintragungen die die von 1836 ergänzen. In der Spalte Haus-Nr. wurde zur Lagebestimmung als Standortstraße -außen im Dorf an der Stadtergaße- genannt. In der Spalte Real-Lasten wurden die noch Lehensabgaben für das Haus -Gibt dem Kameralamt Dornstetten jährlich 1 altes und 1 junges Huhn-.
 
 Laut Kaufvertrag vom 1. April 1790 verkauft Martin Bröndle, UM3b, und seine Ehefrau Anna an seinen Sohn Johannes Bröndle, UM96a, und an Magdalena Hartmann, die Tochter von Martin Hartmann, sein neues Haus samt allen Rechten wie im Lagerbuch beschrieben um 500 Gulden. Der Verkäufer behält die hintere Stube als Leibgeding.UMKB1729)
 
 Laut Kaufvertrag vom 6. November 1758 verkauft die Witwe Catharina Pfaff, verw. Hausmann, UM70a,  ihr halbes Haus an ihre Tochter 1. Ehe Anna Hausmann und den Tochtermann Hans Martin Brindle, UM3a, von Schopfloch um 65 Gulden.UMKB1729)
 
 Laut Vertrag vom 12. Februar 1867 verkauft Catharina Nußkern geb. Finkbeiner ihre Liegenschaft an ihre Tochter Magdalena und als Mitkäufer an Michael Kalmbach von Edelweiler um 2750 Gulden und ein Leibgeding. Der Bräutigam bringt 800 Gulden bares Geld mit. UMKB1844)
 
 Laut Kaufvertrag vom 22. Oktober 1896 verkauft Jakob Kalmbach, Bauer und seine Ehefrau Magdalena Kalmbach an ihre Tochter Christine Kalmbach und als Mitkäufer ihr Verlobter Jakob Seeger, Bauer von Schopfloch  sein Wohnhaus XI 3 Grundbuch II Band Blatt 129 und seine Grundstücke um 10000 Mark. Der Vater des Bräutigams verspricht seinem Sohn als Heiratsgut 5000 Mark und das Leibgeding. UMKB1844)
UMKB1729) Archiv Musbach, Kaufbriefe 1729-1790,  UMKB1844) Archiv Musbach, Kaufverträge 1844-1900. Erstellt von Hans Rehberg
© HRehberg 2011 |Impressum|